Hochwasser

(1888-2002)

 

Am 3. September 1888 überschwemmte die Steinerne Mühl den Ort Helfenberg so hoch, dass am Platz die Fuhrwägen bis zur Achse im Wasser standen. Im August 1896 ging im Weißenbachtal ein gewaltiges Unwetter nieder, so dass innerhalb kürzester Zeit die Steinerne Mühl aus ihren Ufern trat und Helfenberg überflutete.

Im August 1897 war neuerdings eine Überschwemmung in Helfenberg.

Am 27. Juli 1899 trat Schulmeister Josef Ringler in den Ruhestand. Sechs Lehrer bewarben sich um die freie Schulleiterstelle in Helfenberg. Die Ausschusssitzung, die über die Besetzung dieses Posten entscheiden sollte, konnte zum festgesetzten Termin nicht stattfinden, weil der Ort unter Wasser stand.

 

Ende Jänner 1901 musste der Unterricht an der Volksschule eingestellt werden, weil bei der Brücke Eismassen die Mühl stauten und eine Überflutung des Ortes herbeiführen.

Am 5. Jänner 1903 trat abermals die Steinerne Mühl infolge Eisstauung plötzlich aus ihrem Bett. Die Kinder mussten sofort aus der Schule entlassen werden, da innerhalb kürzester Zeit der Ortsplatz unpassierbar wurde. Das Wasser stieg ungewöhnlich hoch an. Die Helfenberger mussten das Vieh in höhergelegene Trakte der Wirtschaftsgebäude bringen, die Wirte stellten es in den Tanzsaal.

1908 war abermals ein Hochwasser.

Am 26. Juli 1926 kam es durch ein plötzliches Unwetter zu einer Ortsüberschwemmung.

Am 4. Juli 1929 brach über das Mühlviertel eine Sturmkatastrophe herein. Einem heftigen Gewitter folgten Hagelschlag und Sturmwind. Dächer wurden abgedeckt, Scheunen umgestürzt und Häuser stürzten ein. In der Helfenberger Gegend war kaum ein Haus unbeschädigt geblieben. Tags darauf kam kein Kind zum Unterricht in die Schule.

Am 4. und 5. Februar 1933 entstand abermals durch eine Eisstauung der der Brücke eine Ortsüberschwemmung.

Eine große Überschwemmung durch die Steinerne Mühl brach in der zweiten Julihälfte 1954 über Helfenberg herein. Man hoffte, dass diese die letzte in der Geschichte des Ortes sein werde, da 1965 der Fluss  innerhalb des Ortsbereiches reguliert wurde. Im Zuge dieser Arbeit und des Ausbaues der Sternwaldbundesstraße wurde auch die Mühlbrücke erneuert. Fortan wird die Steinerne Mühl in einem tiefen, von Ufermauern bewehrtem Bett durch das Dorf ziehen, ohne Schaden anrichten zu können, glaubte man.

2002 trat jedoch die sonst so ruhige Mühl wiederum aus ihren Ufern - trotz Verbauungen und sonstigen Maßnahmen. Dieses galt als eines der höchsten Jahrhundert-Hochwasser der Geschichte von Helfenberg.