Allgemeine Information

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1108 soll der Bayer Helpho den Grundstein zum Ort Helfenberg gelegt haben, der ursprünglich 1224 als "Wirint de Helfenberch" erstmals erwähnt wird. 1440 war "Wilhelm der Neulinger" Besitzer von Helfenberg. Balthasar, der letzte dieses Geschlechts war mit einer Tochter "Albrechts des Greisenegger", Agnes verheiratet. Außer Helfenberg gehörte auch die Feste Rottenegg dem Greisenegger. Im Jahr 1574 fiel Helfenberg dem "Kienast auf Tambach" (bei Gutau) zu. 1587 verkaufte Christoph Kienast Helfenberg an den Mann seiner Schwester Anastasia "Christoph Artstetter". 1603 erwarb "Christoph von Ödt" den Besitz und ließ 1607 das neue Schloss errichten, dass nunmehr seit 1893 im Besitz der gräflichen Familie Revertera ist. Um 1750 gehörten zur Herrschaft Helfenberg etwa 210 Untertanen, deren wichtigste Erwerbsquelle, neben der kargen Landwirtschaft und der Holznutzung, das Flachsweben war. Schon in frühester Zeit bot der Flachsanbau und dessen Verarbeitung den Bewohnern zusätzlichen Verdienst. Es mag damals wohl kaum ein Haus ohne Webstuhl für das begehrte Leinen gegeben haben. Dazu kamen noch die Bleicher, Mangler, Radlmacher, Blattbinder, Zeugsticker, Stärkemacher, Drucker und Färber. Schon von 1600 an gab es in Helfenberg eine Färberei und eine Mangel. 1840 errichteten die Brüder Simonetta aus Mailand eine Leinenfabrik, die in ihrer Blütezeit bis zu 1200 Leute beschäftigte. Um 1500 kann angenommen werden, dass gleichzeitig mit der Pfarrerhebung eine ständige Schule (Kirchenschule) eingerichtet wurde, denn schon ab 1605 wurde eine "Schulmeistersteuer" eingehoben. 1829 brannte ein Teil des Ortes mit Schule und Pfarrhof nieder. 1888, 1896 und 1897 (und viele weitere Male) gab es Überschwemmungen des Ortes Helfenberg. Hatte auch der Ort so manche Rückschläge und Heimsuchungen (Hochwasser, Brände und Seuchen) zu überstehen, wurde er doch von direkten Kriegseinwirkungen verschont. Heute zeigt sich Helfenberg mit seinen traditionsreichen Webereien seinen alteingesessenen und seinen jungen Gewerbetreibenden als aufstrebender Fremdenverkehrsort, der in der Talschlucht der Steinernen Mühl gelegen, Ausgangspunkt vieler schöner Wanderungen in naturbelassener Landschaft ist.